Unterwegs in der Fächerstadt
Streetfotografie ist am Ende des Tages immer auch ein bisschen wie Sport: Man muss raus, Meter machen und den Moment abpassen. Am 30. August ’25 hieß es für mich wieder: Kamera einpacken und ab nach Karlsruhe zum dritten Streetfotowalk mit dem
Blackforeststreets Kollektiv
Der Start am Bahnhof: Licht, Linien und erste Beute
Die Wetter-App hat uns mit einer 30-prozentigen Regenwahrscheinlichkeit gedroht, aber Karlsruhe hat geliefert: Trocken, bestes Licht und perfekte Bedingungen für den Start direkt am Hauptbahnhof. Bahnhöfe sind für Street-Szenen ja ohnehin ein Klassiker. Das geschäftige Treiben, die Anzeigetafeln und das Lichtspiel in der Halle bieten einfach immer Motive.
Gleich in der großen Halle konnten wir die ersten Szenen einfangen: Das Warten auf den Anschluss, die Blicke auf die riesige Abfahrtsanzeige, das Spiel aus Licht und Schatten. Ein toller Auftakt, um sich warmzuschießen.
Südstadt-Vibes und der Sprung unter die Erde
Vom Bahnhof ging es durch den Tunnel der Ettlinger Straße Richtung Südstadt. Nach einem kurzen Boxenstopp beim Scheck-In für die nötige Stärkung (und den obligatorischen Fototalk unter Gleichgesinnten) wartete das eigentliche Highlight: Der Karlsruher Untergrund.
Für jemanden, der viel in Städten ohne U-Bahn unterwegs ist, ist das System in Karlsruhe jedes Mal ein Erlebnis. Mit rund 20 Leuten durch die Stationen zu ziehen, hat eine ganz eigene Dynamik. Die Architektur dort ist clean, modern und bietet Linienführungen, bei denen das Fotografenherz höher schlägt. Es war ein echtes Highlight, diese unterirdische Welt gemeinsam zu erkunden.
Über die Kaiserstraße zum ZKM: Details und Begegnungen
Wieder am Tageslicht, ließen wir uns durch die Kaiserstraße und die angrenzenden Gassen bis zur Hirschbrücke treiben. Das Schöne an diesen Walks ist nicht nur das Fotografieren an sich, sondern der Austausch. Es waren wieder viele neue Gesichter dabei – die Street-Community wächst und das merkt man. Auf dem Weg gab es immer wieder diese kleinen, fast unscheinbaren Details, die eine Stadt ausmachen, wie etwa ein herrenloser Schuh auf dem Pflaster, der eine eigene Geschichte zu erzählen scheint.
Wir schlenderten weiter, vorbei an Schaufenstern mit kryptischen Beschriftungen und kunstvoll bemalten Hauswänden.
Die Vielfalt der Motive in Karlsruhe ist wirklich beeindruckend.
Auch die Dynamik des Straßenverkehrs bot tolle Gelegenheiten, wie etwa der Radfahrer, der flink über die Gleise huschte.
Den Abschluss gab es dann am ZKM. Bei Burgern, Salaten und einem kühlen Bierchen haben wir den Tag Revue passieren lassen. Besonders schön war es, zu sehen, wie viele Leute mit Leidenschaft dabei sind und ihre Kameras zücken, um diese flüchtigen Momente festzuhalten. Es hat sich definitiv gelohnt, dabei zu sein.
Ein rundum gelungener Walk, der mal wieder gezeigt hat:
Die besten Bilder entstehen oft dann, wenn man einfach mit ein paar Leuten loszieht.
Was war in meiner Tasche? (Natürlich meine X-Pro 3 und ein paar Primes, von 23 – 50mm)
Ich freue mich schon auf das nächste Mal!
































