Streetlife im Regen
Trotz grauem Himmel und Platzregen wurde Dresden am 12. Juli 2025 zum lebendigen Treffpunkt der Streetfotografie-Szene. Zur fünften Ausgabe des Meet & Street Festivals strömten rund 200 bis 300 Fotograf*innen aus dem deutschsprachigen Raum ins alternative Kulturzentrum GEH8. Neben einer kuratierten Ausstellung unter dem Titel „Hinter der Fassade“ gab es gemeinsame Fotowalks, eine Charity-Galerie für soziale Projekte und jede Menge Austausch auf Augenhöhe.
Was den Tag aber besonders machte, geschah oft abseits des offiziellen Programms: spontane Gespräche, neue Bekanntschaften und dieses kollektive Gefühl, gemeinsam unterwegs zu sein. Auch wir streiften zu viert durch Dresden – ohne festes Ziel, aber mit wachem Blick. Die Stadt wurde zum Spielfeld für Perspektiven, Strukturen und Begegnungen.
„Das Licht war weich, die Straßen glänzten vom Regen, und während andernorts bereits der Feierabend begann, zogen wir weiter – getrieben von der Idee, dass das nächste Bild vielleicht nur einen Augenblick entfernt liegt.“
Dieser Moment bringt auf den Punkt, was Streetfotografie im Kern ausmacht: das ziellose Erkunden, die Offenheit für das Unerwartete und das Vertrauen in das eigene Gefühl für den richtigen Augenblick.
Der Tag klang schließlich im Kraftwerk Mitte aus – bei Kraftbier, Musik und Gesprächen über Bilder, die wir festgehalten hatten, und solche, die wir nur gespürt haben. Das Meet & Street 2025 war kein gewöhnliches Fotofestival. Es war ein Tag voller Eindrücke, Stimmungen und Verbindungen – getragen von der Community, für die Community.
Ob Berlin 2026 zum nächsten Schauplatz wird? Erste Hinweise deuten darauf hin. Klar ist schon jetzt: Dieses Festival hat sich seinen festen Platz im Streetkalender verdient.






















